Future of Retail - Augmented Reality im Handel

Augmented Reality (AR) beschreibt eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Dies kann über alle menschlichen Sinnesmodalitäten geschehen. Der häufigste Fall von erweiterter Realität ist jedoch nur die visuelle Darstellung von Informationen: Bilder oder Videos werden mit Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung erweitert. Bei Fußballübertragungen ist das Einblenden von Entfernungen bei Freistößen mithilfe eines Kreises oder einer Linie durch Augmented Reality möglich.

Aber inwieweit ist der Einsatz von Augmented Reality im Einzelhandel möglich und vor allem sinnvoll? Welchen Nutzen können sowohl Händler als auch Kunden daraus ziehen?

Gibt es bereits Beispiele von erfolgreicher Implementation?

Inwieweit kann AR bei der Kundengewinnung im stationären Einzelhandel eine Hilfe sein?

Durch gezielten Einsatz von AR-Anwendungen hat der stationäre Handel die Chance, die Lücke zum Online-Handel ein bedeutendes Stück zu schließen. Einen erheblichen Mehrwert bietet Augmented Reality, wenn dadurch zusätzliche Informationen direkt am Point of Sale digital verfügbar werden. Dazu gehören bspw. Angebote, Empfehlungen und weitere zusätzliche Informationen.

Der Einsatz von Augmented Reality

Bisher ist der Einsatz von AR noch begrenzt und nur via Spezialbrille oder App auf dem eigenen Smartphone möglich. Spezialbrillen müssten durch die jeweiligen Geschäfte bereitgestellt werden. Daher ist eine herunterladbare App für Konsumenten aufgrund von Benutzerfreundlichkeit die bessere Lösung. Kunden können folglich von Geschäft zu Geschäft schlendern und nach Bedarf unkompliziert mit dem eigenen Smartphone die gewünschten Produktinformationen abrufen oder einen Einrichtungsgegenstand anhand eines zuvor aufgenommenen Bildes direkt im eigenen Wohnzimmer platzieren.

Vorteile gegenüber dem Online-Handel

Eine Integration von Augmented Reality lässt die Vorteile des Online-Handels mit denen des stationären Einzelhandels kombinieren. Im Idealfall können sogar beide Erlebniswelten miteinander verbunden werden. Einzelhändler können einen Showroom in bester Innenstadtlage präsentieren, ohne dabei den gewöhnlichen Begrenzungen der Regal- oder Lagerflächen zu unterliegen. Der beschränkte Raum würde durch virtuelle Einheiten und Alternativen und Zusatzinformationen ergänzt. Der eigentlich lokale Verkaufsraum wird dadurch erweitert und Kund:innen können die gewünschten Objekte live erleben und testen. Danach können diese nach gewünschter Konfiguration auf eine online abrufbare Merkliste gesetzt oder gleich vor Ort gekauft werden.

AR im Einzelhandel funktioniert

Der Juwelier Christ hat bereits im Jahr 2017 im Rahmen eines Pilotprojektes eine Hamburger Filiale digital aufgerüstet. Ein interaktiver AR-Spiegel ermöglicht eine virtuelle Anprobe des Schmucks. In diesem Fall wurden die Vorteile von Augmented Reality effektiv genutzt. Innerhalb einer Filiale des Juweliers kann das gesamte Produktangebot präsentiert, anprobiert und gekauft werden. Außerdem führt der Spiegel zu einer Bereicherung des Einkaufserlebnisses, ohne dabei kundenseitigen Aufwand hervorzurufen.

Ein weiterer Anbieter nutzt den Funktionsumfang von Augmented Reality im Online-Handel. Bei Mister Spex sind virtuelle Brillenanproben via Webcam möglich. Vor ein paar Jahren noch konnten sich die meisten von uns wahrscheinlich nicht vorstellen, Produkte wie Brillen oder Schuhe online zu kaufen. Mittlerweile ist es jedoch für viele bereits allgemeiner Usus geworden. Alles, was man für die 3D-Anprobe braucht, ist eine funktionstüchtige Webcam.

Über den Autor
 

Christopher Schröder ist Marketing-Spezialist bei Snabble. Er hat einen Master in Unternehmenskommunikation und coacht ein Football-Team.
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