Herausforderungen Moderner POS IT

3 Min. Lesezeit
10.07.24 19:30

Intuitiv bedienbar, schnell anpassbar, omnichannelfähig:
Die aktuelle EHI- Studie „POS-Systeme 2024“ zeigt, dass 
die Kassensysteme von heute vor allem eines sein müssen – flexibel.

Der Einsatz mobiler Geräte mit Kassenfunktion sowie 
Self-Checkout- und Self-Scanning-Systeme, die Erhöhung der Geschwindigkeit bei der Kartenzahlung, die Vermeidung von Inventurdifferenzen und die effizientere Gestaltung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sind dabei gemäß EHI die wichtigsten Themen für den Handel.

Diese Anforderungen erfordern eine umfassende Betrachtung der Flexibilität von POS-Systemen. Es ist wichtig, die verschiedenen Perspektiven zu verstehen, aus denen diese Systeme betrachtet und integriert werden. Um eine erfolgreiche Implementierung und Nutzung sicherzustellen, müssen die Bedürfnisse und Erwartungen unterschiedlicher Zielgruppen berücksichtigt werden. 

POS Flexibilität aus verschiedenen Perspektiven

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Aufgrund von Erfahrungswerten ist es hier sinnvoll drei besondere Zielgruppen zu definieren, die für die Integration eines Kassensystems von elementarer Bedeutung sind. Diese sind die IT-Projektverantwortlichen, die operativen Teams und die Filialmitarbeitenden.

1. IT-Projektverantwortliche für die Integration:

Cloud-Systeme sollten maximale Flexibilität bei Integrationen durch Kombinationen von Händler-Bestandslösungen, Services & 3rd-Party-Anwendungen bieten. Betriebssystemunabhängige Lösungen sollten leicht anpassbar, responsive und eine grenzenlose Skalierung ermöglichen. Eine einfache Remote-Einrichtung & Konfiguration sollte dabei für Effizienz & Flexibilität beim Aufschalten neuer Filialen sorgen.

Zudem ist es entscheidend, dass diese Systeme eine hohe Verfügbarkeit und Robustheit aufweisen, um Ausfallzeiten zu minimieren und eine kontinuierliche Betriebsbereitschaft zu gewährleisten. IT-Projektverantwortliche müssen sich auf die Sicherheit der Systeme verlassen können, sodass Datenschutz und Datensicherheit immer gewahrt bleiben.

2. Operations für Inbetriebnahme und Controlling:

Moderne POS-Systeme sollten zu allen Prozessen über alle Module ein einheitliches Controlling bieten. Zusätzlich behalten Filialmitarbeiter über digitale Tools den Überblick über laufende, abgeschlossene und wartende Zahlungsvorgänge. Dies unterstützt Prozesse wie Kontrollen im Self-Checkout oder Warenkorbübergabe von einem zu einem anderen Gerät.

Hardware-agnostisch sollten moderne POS-Systeme den Einsatz auf allen Endgeräten und in jeglichem Format ermöglichen. Die Ausgabe digitaler Bons per QR-Code sollte dabei mindestens den zeitgemäßen Funktionsumfang vervollständigen. Zudem sollten Echtzeitdaten und -analysen verfügbar sein, um fundierte Entscheidungen treffen und operative Effizienz verbessern zu können.

3. Filialteams hinsichtlich der User Experience:

Alle Module moderner POS-Systeme sollten die Anforderungen einer leichten Bedienbarkeit erfüllen. Im Falle von Grab & Go entfällt die Bedienung des Systems sogar gänzlich, da Computer Vision und KI die Erfassung und Verarbeitung von Produktinformationen übernehmen und sich Filialteams auf andere, wichtige Aufgaben fokussieren können.

Zu dieser Flexibilität bei der Erfüllung der anfallenden Aufgaben trägt auch die additive Kasse (mobilePOS) bei, die dank einer Software für alle Endgeräte (von stationär bis mobil) sofort einsetzbar sein sollte. Es ist wichtig, dass die Benutzeroberfläche intuitiv gestaltet ist, um die Einarbeitungszeit zu minimieren und die Produktivität zu maximieren.

Welche Vorteile ergeben sich aus dem Einsatz moderner POS-Systeme

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Betrachtet man die drei vordefinierten Zielgruppen, so profitiert jede von ihnen auf unterschiedliche Weise vom Einsatz moderner POS-Systeme. Für IT-Projektverantwortliche bietet ein optimiertes Vorgehen bei der Integration maximale Verfügbarkeit von Projektkapazitäten und erzielt die gewünschten Ergebnisse effizient. Das Operations-Team profitiert von vereinfachten Prozessen und einem zentralen Controlling über eine einheitliche Plattform, mit der Möglichkeit, zukünftige Anpassungen unkompliziert vorzunehmen. Auch die Filialteams gewinnen durch optimierte Kassierprozesse, die es ihnen ermöglichen, Verkaufsflächen besser zu bewirtschaften und andere wichtige Aufgaben effizienter zu erledigen.

Checkout ganzheitlich gedacht

Flexibilität im Checkout ganzheitlich gedacht bedeutet mehr, als dass nur Kund:innen eine Vielzahl an neuen Bezahlmöglichkeiten erhalten, bei denen für jeden die passende dabei ist. Im Sinne einer verbesserten Employee Experience profitieren auch die einzelnen beteiligten Teams vom Einsatz moderner POS-Systeme. Dies umfasst verbesserte Arbeitsabläufe, reduzierte Fehlerquoten und eine höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter durch den Einsatz benutzerfreundlicher und effizienter Technologien. Moderne POS-Systeme ermöglichen somit eine ganzheitliche Optimierung des Einkaufs- und Arbeitsprozesses, die sowohl Kunden als auch Mitarbeitern zugutekommt.

 

Weiterführende Links:

Flexibilität im stationären Einzelhandel

Der Mehrwert einer Self-Checkout-Technologie im stationären EInzelhandel

mobilePOS – Das mobile Kassensystem

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